Das Foto-Licht-Kunstwerk memory effekt ist ein Lichtspiel zur Wahrnehmung von Architektur und eine Schule des Sehens. Wie beim memory Karten-Spiel gibt es Bildpaare zu entdecken: mal leuchten die richtigen, mal die falschen Bildpaare auf. Um die richtigen Bildpaare zu entdecken, muss genau hingeschaut werden, da die zusammen-gehörigen Bilder nicht gleich, sondern nur ähnlich sind. Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen gilt es die architektonischen Details zu vergleichen: die Form des Gebäudes, die Art der Fenster, der Türen, die Form des Daches, der Balkone, die Bau-Materialien, die Farben und vieles mehr.
Das Foto-Licht-Kunstwerk memory effekt wurde von mir für den Hamburger Architektursommer 2006 entwickelt und feiert in 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit dem sind 5 fotografische Versionen zu verschiedenen Themen der Baukultur entstanden. Für das Jubiläum werden alle Versionen die bisher entstanden sind in wechselnden Ausstellungen gezeigt.





Die 5 Versionen
Die erste memory-Version beschäftigte sich mit dem Déja Vu-Erlebnis, wenn Bauwerke sich über alle Stile und Epochen hinweg ähneln, und auf der quadratischen Bildfläche mit ihren Bildpaaren eine Landkarte der Erinnerungen entsteht. Diese Version stand 2006 auf der Kehrwiederspitze am Hamburger Hafen.
Die 2.Version entstand zum Bauhaus100 Jubiläum in 2019 und widmete sich dem Anlass entsprechend der Epoche des Neuen Bauens in Hamburg. Auf den beiden quadratischen Displays sind 16 ausgewählte Beispiele der Frühen Moderne in Hamburg zu sehen, von Fritz Schumacher über Friedrich Ostermeyer bis Karl Schneider, und von Barmbek über Eimsbüttel bis Blankenese.
Die 3.Version entstand zum Denkmaltag 2020 und der Altonale 2021 am neuen Standort beim Altonaer Theater und zeigt eine Auswahl von Architekturen des Neuen Bauens nur im Bezirk Altona. Besonders wichtig sind hier Gustav Oelsner und Karl Schneider.
Zum Denkmaltag 2022 entstand die Version “Details – Original und Kopie”, hier werden bauliche Details aus dem Außen- und Innenbereich, wie Backsteinfassade, Fenster, Türen, Handgriffe, Parkettböden in Bildpaaren von Original und Kopie verglichen.
Zum Architektursommer 2023 entstand die Version “Karl Schneider” mit einer Auswahl von 16 ausgewählten Architekturen des modernsten Architekten den Hamburg vor 100 Jahren hatte. Dafür zog das Foto-Licht-Kunstwerk vor das frisch restaurierte Wohnhaus des Architekten in Bahrenfeld und auf den Fanny Mendelssohn Platz in Eimsbüttel vor das große Büro- und Geschäftsgebäude an der U-Bahn Osterstr., Ecke Heussweg. Hierzu wurde auch eine Soundsculpture entwickelt, um den Bauwerken eine Stimme zu geben und Informationen zum Architekten und seiner Bauwerke hörbar zu machen.